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Alle wollen raus – der Corona-Knigge für die Bergwelt

Corona-Knigge in der Bergwelt

Alle wollen raus – die ohnehin zunehmende Popularität unserer Berge wird durch Corona weiter verstärkt. Permanent fragen Freunde und Bergneulinge bei uns nach wie unsere Alpentribe Outdoor-Aktivitäten zu Corona-Zeiten aussehen. Und was sie bei ihren Wanderungen während Pandemie-Zeiten beachten müssen. Wir von Alpentribe passen unserer Tourenplanungen den jeweiligen Bestimmungen an und schreiben Selbstverantwortung gross. Daher findet ihr hier in unserem Corona-Knigge für die Bergwelt die Antworten auf eure W-Fragen (Stand 12/20). Kurz und knapp, damit ihr schnell raus in die Natur könnt.

WER

  • Weniger sind mehr. Daher ist der ‚tribe’ bei Alpentribe gerade auf ein Minimum reduziert. Das bedeutet, dass wir derzeit lediglich als Familie unterwegs sind
  • Die Personenanzahl und Personen (Haushalts-)Zusammensetzung unterliegt allerdings den Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes

WO

  • Derzeit können wir nicht nach Österreich und bleiben wir ausnahmslos in unserer heimischen bayrischen Bergwelt
  • Outdoor-Aktivitäten fallen allerdings grundsätzlich unter die jeweiligen Länderbestimmungen, daher sind mögliche Ländergrenzüberschreitungen direkt vor der Abfahrt zu prüfen
  • Meidung aktueller Risikogebiete, Rückkehrer aus Risikogebieten benötigen einen Corona-Test und (Selbst-) Quarantäne

WIE

  • Outdoor-Aktivitäten sind unter der Einhaltung gängiger Hygiene- und Abstandsregeln möglich (MNS & Mindestabstand)
  • Auch wenn es schwer fällt: verabschiedet euch von gewohnten Begrüßungsritualen wie dem Gipfelbussi, Umarmungen oder Händeschütteln
  • Verweilt eine kürzere Zeit am Gipfel oder an den Tourenhighlights, damit jeder Bergsportler in den Genuss kommen kann
  • Richtet die Tourenplanung immer an dem schwächsten Mitglied der Gruppe aus. Bei Alpentribe schauen wir was wir den Kindern und uns, da wir sie worst-case die gesamte Zeit tragen müssen, zumuten können
  • Zusätzlich bleiben wir dann deutlich unter unserem Leistungsniveau um mögliche Rettungseinsätze zu vermeiden. Die Gesundheitssysteme sollen durch Bergsport-Verunglückten nicht zusätzlich belastet werden
  • Wir beschreiten  “Neue Wege“ und weniger populäre Gipfel
  • Aufgrund des erhöhten Wanderaufkommens können Parkplätze gesperrt sein und bestimmte ‚one-way‘-Touren (bspw. an einer Klamm) können nun als Einbahnstrassen ausgeschrieben sein. Wohlmöglich ist die Wanderung nun ein längerer Rundweg. Bleibt auf den Weg und vermeidet Abschneider, denn was man liebt das schütz man.
  • Die Almhütten haben derzeit geschlossen, nehmt daher eine eigene Gipfeljause mit. Sharing is caring, das gilt allerdings nicht bei Trinkflaschen während einer Pandemie
  • Bergbahnen und Skilifte sind derzeit in Deutschland nicht in Betrieb (Stand 12/20)

  • Das 1. Hilfe Set haben wir um zusätzlichen Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel erweitert
  • Das galt bereits vor der Pandemie: die Mülltüte haben wir für den eigenen Abfall immer dabei

WANN

  • Wandert zu ungewohnten Zeiten. Meine Liebe zu Sonnenaufgangstouren wurde durch Corona verstärkt. Zu der Zeit sind wir nämlich auch an beliebten Gipfeln der Rosenheimer Hausbergen alleine für uns. Stark frequentierte Touren bewandert ihr am besten zu ungewohnten Zeiten

WIESO,  WESHAL, WARUM?

Das ist einfach zu beantworten: weil wir bergverliebt, sportbegeistert und abenteuerlustig sind. In der Natur zu sein erdet uns und setzt neue Energie frei. Das ist uns besonders wichtig, gerade zu Pandemie-Zeiten. 

Das ist er, unser Corona-Knigge in der Bergwelt (Stand 12/20), bei Rückfragen oder Ergänzungen schreibt gern einen Kommentar. Also – Gsund bleim und zam hoidn!

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